Das Modeunternehmen Hugo Boss aus dem württembergischen Metzingen könnte vor einer Übernahmeschlacht stehen. Die Frasers Group und der dahinterstehende Milliardär Mike Ashley, die bislang schon mit gut einem Viertel an dem Unternehmen beteiligt sind, wollen die gesamte Firma kaufen. In letzter Zeit kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen dem Großaktionär und der Unternehmensführung einschließlich des Aufsichtsrats. Dabei ging es laut Handelsblatt unter anderem um Dividendenzahlungen.
Im Rahmen eines Angebots werden den Aktionären nun laut einer Mitteilung 38 Euro je Aktie geboten. Das ist etwas mehr als der aktuelle Kurs an der Börse, aber deutlich weniger als die 42 Euro, die noch im letzten Sommer erreicht wurden. Von ihrem Höhenflug auf über 80 Euro im Jahr 2015 sind die Anteilsscheine der Gesellschaft ohnehin weit entfernt.
Das Gebot bewertet Hugo Boss insgesamt mit knapp 2,7 Milliarden Euro. Als wichtigstes Asset gilt dabei die Marke an sich. Der Name Boss erzeugt weltweit Assoziationen mit einer herausgehobenen geschäftlichen Position. Es handelt sich tatsächlich um den Familiennamen der Gründerfamilie, die das Unternehmen 1985 an die Börse brachte.
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