Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft hat der öffentlich-rechtliche Sender Arte über sein YouTube-Format Tracks eine Sendung zu Fußball-Trikots veröffentlicht. Die Sendung handelt von einem problemtischen „Trikot-Hype“, der aktuell herrsche. Dieser bringe den Nationalismus zurück.
So kommen gleich mehrere Kritiker des Nationaltrikots zu Wort. In Bezug auf das Sommermärchen 2006 meint etwa der Berliner Regisseur Juri Sternburg in der Sendung: „Spätestens 2006 hat man es einfach gemerkt, dass dieser positive Party-Patriotismus ja seine Auswirkungen hatte.“ Seiner Meinung nach hätte das zu Pegida und zur AfD geführt – zumindest in Teilen: „Das sind Punkte, an denen Fahnen, Flaggen und Nationalismus normalisiert wurden.“
Später konkretisiert Sternburg seine Kritik und behauptet: „Natürlich verbindet Fußball auch, aber genauso gab es pogromähnliche Zustände in ländlichen Gebieten. Nachdem Deutschland gegen Italien rausgeflogen ist, wurden Pizzerien angegriffen, wurden Menschen durch die Straße gejagt.“ Eine solche Bilanz zog nach dem WM-Aus 2006 kein Medium – die Bundesregierung zog in ihrer Bilanz zur Heim-WM ebenfalls ein positives Fazit; Gewalt hätte zu großen Teilen verhindert werden können.
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