Die Plünderung des Sozialstaats heißt in der ARD jetzt „Stresstest“

vor 4 Monaten

Die Plünderung des Sozialstaats heißt in der ARD jetzt „Stresstest“
Bildquelle: Tichys Einblick

Am Mittwoch veröffentlichte die ARD eine neue Folge von „Die 100 – was Deutschland bewegt“. Das Format fiel in der Vergangenheit konsequent durch massive Transparenzmängel auf. Heißt, dass Politiker ohne Kennzeichnung sich an der Debatte beteiligten, um so ihre Parteilinie, als Kandidat getarnt, einfließen zu lassen. Dafür erntete das Format „Die 100“ im Netz massiv Kritik. Dazu bewiesen die Macher kein glückliches Händchen bei der Themenauswahl. Es ging um Fragen wie „Ist Deutschland zu woke?“, oder inwiefern Trump und die AfD die Demokratie gefährden.

Die neue Ausgabe widmet sich der Frage: „Können wir uns diesen Sozialstaat noch leisten?“. Dazu treten 49 Frauen, 50 Männer und eine diverse Person im Alter von 18 bis 75 Jahren an, um über diese Frage zu diskutieren. Moderator Ingo Zamperoni weist daraufhin, dass die Kandidaten nicht repräsentativ ausgewählt wurden. Offenbar ist das bei der Anstalt auch nicht gewünscht, denn während des Auswahlverfahrens werden dezidiert Meinungsbilder der Bewerber abgefragt. Ginge es um eine repräsentative Auswahl, müsste anhand soziodemografischer Daten gecastet werden. Allerdings würde dies dazu führen, dass überwiegend bürgerlich-konservative Meinungen vertreten wären, da der Bundesdurchschnitt ein analoges Wahlverhalten abbildet.

Anna Planken vertritt in dieser Folge die Contra-Haltung, die dafür plädiert, dass der derzeitige Sozialstaat möglicherweise eines Tages nicht mehr finanzierbar sein könnte. Die Pro-Fraktion wird mit Argumenten von Till Nassif versorgt, die sich teils aus sehr linken Punkten, wie einer Anhebung der Vermögenssteuer, sowie miserabel recherchierten Zahlen zur Erbschaftssteuer speisen. Anhand der Vorträge von Planken und Nassif sollen sich die Teilnehmer auf dem Spielfeld platzieren, um so ihrer Zustimmung oder Abneigung zu einzelnen Argumenten Ausdruck zu verleihen.

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