Spannung lag in der Luft, als am Donnerstag gut 150 Atomkraftbefürworter in Berlin-Mitte zur Anschaltkonferenz zusammenkamen. Das mondäne Hotel de Rome bietet die passende Kulisse für ein internationales und vor allem: junges Publikum.
Die deutsche Pro-Atombewegung kristallisiert sich jenseits der bestehenden Politik und Lobbygruppen. Sowohl die CDU als auch die Wirtschaftsverbände haben den Kampf um eine günstige Stromversorgung längst aufgegeben. Stattdessen soll der Industriestrom billig subventioniert werden, so jedenfalls laut Koalitionsvertrag. Die Industrie bettelt bei der Politik um weitere Subventionen – und verlagert immer mehr Produktionsstandorte ins Ausland. Für eine Wende in der Energiepolitik tritt der Verein Nuklearia ein, der auch die Konferenz ausrichtet. Unterstützt wird er dabei durch einen Mäzen aus den Vereinigten Staaten.
Ein Gegenprotest seitens Greenpeace oder Windkraftlobbygruppen blieb während der Konferenz aus – zur Überraschung einiger Teilnehmer. Die Konferenz eröffnete die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Sie ist auch die prominenteste Politikerin auf der Veranstaltung – Bundestagsmitglieder der AfD sind dabei, von den Regierungsparteien sucht man aktive Mitglieder vergeblich.
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