Amokläufer von Stade lebte im Luxus – Behörden taten trotz Ausreisepflicht nichts

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Amokläufer von Stade lebte im Luxus – Behörden taten trotz Ausreisepflicht nichts
Bildquelle: Apollo News

Fatih Khan G. erschoss in Stade sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung, bevor er sich in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt Bremervörde das Leben nahm. Juristisch ist der Fall damit abgeschlossen. Nun kommen aber Stück für Stück eklatante Behördenfehler ans Licht, die dazu führten, dass der türkische Staatsangehörige diese schreckliche Tat verüben konnte. So berichtet Welt, dass G. zum Zeitpunkt der Tat schon gar nicht mehr in Deutschland hätte sein dürfen. Er war ausreisepflichtig und wurde in der Türkei per Haftbefehl gesucht.

Und noch etwas ist über G. bekannt: Er führte die Behörden offenbar im großen Stil an der Nase herum. Denn auf dem Papier war der Türke mittellos. Dennoch lebte G. zuletzt in Garbsen, einem schicken Vorort von Hannover. Die Wohnung soll luxuriös gewesen sein. Vor dem Haus parkte ein silberner Mercedes-AMG, berichtet Welt. Das Auto von G., das später zu seinem Fluchtfahrzeug werden sollte.

Wie er den Behörden nicht auffiel, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Recherchen der Welt ergeben nun, dass G. auch in Minden in Nordrhein-Westfalen gemeldet war. Dort legte er einen türkischen Reisepass und einen lettischen, national befristeten Aufenthaltstitel vor. Ein Trick, der ihm gelang. Die Stadt Minden räumte auf Anfrage der Welt ein: „Nach der aktuell erfolgten Bewertung der Stadt Minden hätte die melderechtliche Anmeldung auf Grundlage des vorgelegten Dokumentes aus Lettland in Kombination mit dem türkischen Reisepass nicht erfolgen dürfen.“ Man wolle den Fall intern aufarbeiten.

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