„Feldgottesdienst der Freunde der Freiheit“, so beschreibt Roland Tichy die Büchermesse Seitenwechsel. Die Veranstaltung in Halle wurde als „rechte Buchmesse“ verfemt, doch wie Tichy erklärt: Alle Verlage waren eingeladen. Auf Druck der Öffentlichkeit zogen aber viele große Verlage zurück, andere wollten sich auf eine neue Messe nicht einlassen.
Im Rahmen des Abend-Einblicks diskutierte Roland Tichy mit Wolfgang Herles über die neue Medienwelt. Eine Medienwelt, in der junge, internetaffine Medien den großen Verlagshäusern den Rang ablaufen. Das Problem, argumentiert Tichy, ist die mangelnde Ausbildung der Journalisten, die nichts mehr können außer schreiben. Herles meint: Das Problem ist in Wirklichkeit der Opportunismus und die Moralisierung der Redaktionen; eine kontroverse Debatte ist dann nicht mehr möglich.
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