Jedes Glas Wein ist eines zu viel: Warum Wissenschaft und Politik Alkohol weltweit verbieten wollen

vor 3 Monaten

Jedes Glas Wein ist eines zu viel: Warum Wissenschaft und Politik Alkohol weltweit verbieten wollen
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Hand aufs Herz: Haben Sie jemals seit Ihrer Geburt ein kleines Bier, ein Glas Wein oder vielleicht ein Schnäpschen getrunken? Im Ernst? Dann haben Sie einen schweren Fehler gemacht, der nie wieder gutzumachen ist. Denn: Jedes Glas Bier, jedes Glas Wein, von Spirituosen gar nicht zu reden, ist ein Glas zu viel. Alkohol ist ein tödliches Zellgift, das selbst in kleinsten Mengen die DNA schädigt, freie Radikale erzeugt, den Stoffwechsel stört, Entzündungen fördert und Zellen abtötet.

Woher ich das weiß? Von den allerersten Autoritäten auf der ganzen Welt: Von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), dem Robert Koch-Institut (RKI), der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Und natürlich: von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Alle diese hervorragenden Institutionen wissen, dass jeder Tropfen Alkohol den Menschen irreversibel schädigt. Allerdings wissen sie das noch nicht sehr lange. Die DHS und die WHO kennen die frohe Botschaft seit 2023, die DGE erst seit August 2024, das DKFZ weiß es bereits seit 2022, während das RKI erst 2025 auf den Trichter gekommen ist. Aber jetzt wissen es alle: Es gibt keine sichere Menge Alkohol. Das Risiko beginnt mit dem ersten Glas. Im O-Ton der WHO: „No level of alcohol consumption is safe for our health.“

Jetzt noch eine Frage, und bitte antworten Sie wieder ehrlich: Haben Sie in den letzten Jahren vielleicht einmal einen Joint, also eine Zigarette, die „Gras“, sprich Marihuana, enthält, geraucht? Oder „medizinisches“ Cannabis gekifft, geschluckt, gelutscht oder gekaut? Wirklich? Dann haben Sie sich und Ihrer Gesundheit einen großen Gefallen getan.

Denn Haschisch, das Harz der Cannabispflanze aus der Familie der Hanfpflanzen, bietet einen ganzen Blumenstrauß von Benefits: Es lindert chronische und neuropathische Schmerzen, reduziert Spastik bei Multipler Sklerose, mindert Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie, steigert den Appetit bei Krebs und HIV, wirkt wohltuend bei schweren Epilepsieformen, fördert Entspannung und Schlaf bei Angst und Stress und wirkt symptomlindernd bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus, Arthritis, Morbus Crohn und Multipler Sklerose. Und selbst wenn Cannabis eventuell doch nicht so gesund wäre, ist sein Konsum keinesfalls zu bestrafen, weil nicht Drogen das Problem sind, sondern ihr Verbot durch den Staat und die Kriminalisierung der „Abhängigen“, recte Konsumenten.

Cannabisblüten werden als medizinisches Cannabis zur Linderung von chronischen Schmerzen, Spastiken, Übelkeit und Appetitlosigkeit eingesetzt.

Woher ich das alles weiß? Auch hier wieder: von den größten und seriösesten Autoritäten in ganz Deutschland. Zum Beispiel vom Deutschen Hanfverband, einer kleinen (7.000 Mitglieder), aber extrem rührigen NGO, deren beide Geschäftsführer grüne Politiker sind, die mit maximalem Einsatz und mediokrem Mediengeschick, dafür aber mit viel scheinheiligem Idealismus Cannabis auf allen Kanälen pushen, bis der Arzt kommt. Oder vom Schildower Kreis, einem Netzwerk linker Akademiker mit wohlklingenden Titeln und blutenden Herzen, die jede Art von Drogenverbot ablehnen und die Freigabe praktisch aller Rauschgifte fordern.

Und natürlich von den Grünen, die die Legalisierung von Haschisch quasi seit dem Tag ihrer Gründung fordern. Selbstverständlich auch von der Linken, die seit Jahrzehnten für eine vollständige Freigabe „weicher“ Drogen kämpft. Leider auch von der FDP, die 2015 auf den Drogenzug aufgesprungen ist, und schließlich von der SPD, die lange dagegen war, aber im Koalitionsvertrag 2021 eingeknickt ist und seitdem ebenfalls die Freigabe von Haschisch richtig gut findet.

Die Cannabis-Legalisierung in Deutschland ist ein zentrales Projekt des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) gewesen. Seit dem 1. April 2024 ist der kontrollierte Umgang mit Cannabis für Erwachsene teilweise legal.

Wer hätte das gedacht? In nur einer Generation hat sich der Diskurs zu Alkohol und Haschisch vollkommen gedreht. Wurden Wein, Bier, Cognac und edle Brände noch bis vor wenigen Jahren als anregende und in Maßen genossen durchaus unschädliche Genussmittel angesehen, die das Leben angenehmer machen, gilt inzwischen jegliche Menge Alkohol als todbringendes Gift, dessen sich der Mensch am besten lebenslang enthält. Ganz anders dagegen bei Haschisch und Marihuana. Diese alten Einstiegsdrogen wurden inzwischen im zeitgeistigen Diskurs von Rauschgiften zu medizinischen Wunderkräutern promoviert, deren Heilkraft den Menschen ein Segen und deren Verbot eine Zumutung ist und außerdem Millionen kriminalisiert, was doppelt untragbar ist.

Woher kommt nun dieser erstaunliche Sinneswandel? Was steckt hinter dieser Neudefinition der Schädlichkeit von Alkohol und der Nützlichkeit von Drogen auf der ganzen Welt? Mit einem Wort: Was ist die Wissenschaft dahinter? Denn sie alle – die WHO wie das RKI, das DKFZ und die DGE – berufen sich ja auf unangreifbare wissenschaftliche Studien, die ihnen merkwürdigerweise aber erst in den letzten Jahren bekannt wurden, während sie zuvor doch alle annahmen, ein Viertel Wein am Tag wäre besser als kein Alkohol und sogar ein gewisser Schutz gegen Diabetes und Arteriosklerose.

Überprüft man die wissenschaftliche Grundlage der Zero-Alkohol-Empfehlungen der WHO und vieler anderer Institutionen, dann stellt sich heraus: Sie alle berufen sich auf ein und dieselbe Studie aus dem Jahr 2018, die im britischen Medizinjournal The Lancet erschien. Nun ist The Lancet gewiss eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, aber das allein sagt gar nichts, denn das berühmte und später hundertmal widerlegte Paper eines britischen Scharlatans, der behauptete, die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln würde bei Kindern Autismus auslösen, erschien 1998 ebenfalls in The Lancet.

Wie gut und wissenschaftlich exakt ist also das neue Evangelium der modernen Prohibition aus dem Lancet, das behauptet, jeder Tropfen Alkohol sei schädlich? Von wem stammt die Studie, wer hat sie finanziert, was sind die wissenschaftlichen Grundlagen und mit welcher Methodik wurde vorgegangen?

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