Die AfD spricht bundesweit mehr Wähler an als jede andere Partei. Derzeit können sich 35 Prozent der Wahlberechtigten vorstellen, die AfD zu wählen, zeigt eine aktuelle Umfrage von Insa für die Bild. Damit erreicht die Partei erstmals ein größeres Wählerpotential als die CDU/CSU, für die nur noch 33 Prozent grundsätzlich offen sind. Gleichauf mit der Union liegt die SPD mit ebenfalls 33 Prozent.
Die Grünen kommen auf ein maximales Potential von 28,5 Prozent. Die Linke wird grundsätzlich von 22,5 Prozent in Betracht gezogen. Unter der 20-Prozent-Marke, die oft als notwendige Bedingung für das Überspringen der Fünfprozenthürde gehandelt wird, liegen hingegen FDP und BSW. Die FDP spricht aktuell bis zu 16,5 Prozent der Befragten an, Sahra Wagenknechts BSW bis zu 15,5 Prozent.
Tatsächlich realisiert werden können diese Potentiale bei Wahlen nicht. Viele Wähler können sich vorstellen, mehrere Parteien zu wählen – gerade im linken Lager. Auf dem Wahlzettel müssen sie sich hingegen entscheiden, welcher Partei sie ihre Stimme geben. Das Verhältnis von tatsächlich erreichtem Stimmenanteil und Potenzial kann als Ausschöpfungsquote bezeichnet werden.
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