Die Abschiebung eines Irakers aus Deutschland ist gescheitert, weil es wegen des Iran-Kriegs keine Linienflüge in den Irak gibt. Der Inhaftierte Jihad A. soll im März zwölfmal auf die Wohnung eines mullah-kritischen Iraners in Aachen geschossen haben. Der Iraner hatte eine Fahne des Schah-Reiches aus seinem Fenster hängen. Jihad schoss auf die Wohnung und traf eine Gasleitung, sodass mehrere Personen in dem Gebäude evakuiert werden mussten. Eine der Kugeln soll auch in die Küchendecke eingeschlagen sein.
Weil der Täter in einen dunklen Raum zielte, in dem sich niemand aufhielt, warf die Staatsanwaltschaft dem Iraker Sachbeschädigung und einen Verstoß gegen das Waffenrecht vor. Die Polizei war von Totschlag ausgegangen. Bei der Festnahme hatte der Iraker 2,3 Promille und Amphetamine im Blut.
Da die Duldung laut der dpa am 20. Februar ausgelaufen war, wurde eine Abschiebehaft beantragt. Doch die läuft zum Ende des Monats aus. Wenn bis dahin keine Abschiebung zustande kommt, kommt der 28-Jährige wieder auf freien Fuß. Als er nach der Verhaftung befragt wurde, soll Jihad A. die Tat zugegeben haben.
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