ABO Energy steht unter massivem Sanierungsdruck. Das Wiesbadener Unternehmen, früher ABO Wind, entwickelt Windparks, Solarparks, Batteriespeicher und Wasserstoffprojekte. Aus einem Vorzeigeunternehmen der Energiewende ist nun ein Fall für Kreditgeber, Sonderhauptversammlung und Restrukturierer geworden.
Das verwundert. Denn der Steuerzahler finanziert die Energiewende mit horrenden Milliardenbeträgen. Doch die Gesellschaft meldet den Verlust der Hälfte des Grundkapitals und muss deshalb eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Formal ist das noch keine Insolvenzmeldung, politisch und wirtschaftlich aber ein deutliches Warnsignal: Die Schieflage ist nicht mehr nur operativ, sondern nun auch gesellschaftsrechtlich sichtbar.
Wichtig ist die juristische Präzision: ABO Energy ist nach derzeitigem Stand nicht insolvent. Aber das Unternehmen hat immerhin den Verlust der Hälfte des Grundkapitals angezeigt, muss deshalb am 9. Juli 2026 eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen und braucht bis Ende Juli eine tragfähige Sanierungsfinanzierung. Der erste Entwurf des Sanierungsgutachtens sieht die Gesellschaft zwar vorläufig als sanierungsfähig an, macht dies aber ausdrücklich vom Abschluss einer Finanzierungslösung mit den Geldgebern abhängig.
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