In Balingen (Baden-Württemberg) wurde am Sonntag ein 32-jähriger Mann zu Boden geschlagen – er wurde mit einem Stuhl auch am Kopf so „massiv traktiert“, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus verstarb. Der Tatverdächtige, der zunächst flüchtig war, wurde in der ersten Polizeimeldung als „dunkelhäutig“ beschrieben. Das veranlasste den SPD-Bürgermeister Dominik Ochse offenbar zu einem politischen Statement. Er warnte davor, dass die Straftat zu einer „Ausländer-raus-Debatte“ führe.
Er schrieb in einem Instagram-Beitrag, dass es „schmerzhaft“ sei, dass eine solche Gewalttat in der 35.600-Einwohner-Stadt geschehen sei. Weiter heißt es: „Ich habe hier nur eine Bitte, die von Herzen kommt. Lasst uns als Balinger der Welt bitte zeigen, dass wir diese Tat NICHT auf die Hautfarbe oder Herkunft des Täters reduzieren.“ Eine Straftat bleibe eine Straftat – „egal, wer sie begeht“.
Der 21-jährige Tatverdächtige, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, konnte derweil nach einem Zeugenhinweis identifiziert werden. Er wurde am Montag einem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt, wie das Polizeipräsidium Reutlingen mitteilte. Das Kriminalkommissariat Balingen sucht weiterhin nach Zeugen.
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