2026: Deutsche Autoindustrie am Wendepunkt

vor 7 Monaten

2026: Deutsche Autoindustrie am Wendepunkt
Bildquelle: Tichys Einblick

Prognosen über die Entwicklung der kriselnden deutschen Autoindustrie in 2026 sind gegenwärtig mit sehr großer Unsicherheit behaftet.

Die Ausgangslage, die Prognosebasis, ist höchst unsicher, unsicherer sogar als während der Ölkrisen im letzten Jahrhundert und während der Weltfinanzkrise 2008/ 2009.  Die weltpolitische Lage ist angespannt und fragil, die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auf den globalen Absatzmärkten sind durch Zölle und Handelshemmnisse aller Art für die exportlastige deutsche Autoindustrie unkalkulierbar geworden. Die Konjunkturaussichten sind auf allen großen Absatzmärkten höchst unsicher, und der Betrug um die angebliche Lockerung des Brüsseler Verbrenner-Aus hat die Probleme der Verbraucher, für welche Antriebstechnik sie sich in Zukunft entscheiden sollen, nur weiter vergrößert. Daraus folgt, dass der von der Politik beschworene Trend zur Elektromobiliät bei weitem nicht gefestigt und auf lange Sicht viel zu schwach zu sein wird, um die auf Verbrennermotoren basierende Massenmobilität zu ersetzen.

Und über all dem schwebt die aggressive chinesische Konkurrenz. Der chinesische Weltmarktführer BYD, wie auch andere prominente Hersteller wie MG, Leapmotor , Xpeng etc. sind dabei, den europäischen Markt mit kostengünstigen Elektroautos und neuerdings auch Hybriden zu erobern und die europäischen Hersteller zu verdrängen, Denn der Markt insgesamt wächst kaum und liegt immer noch zwei Millionen Einheiten niedriger als vor Ausbruch der Krise 2019. In Deutschland beträgt der Niveauverlust hartnäckig rund 500.000 Autos pro Jahr.

Die Ausgangslage Ende 2025 ist durch bislang vergebliche Eingriffe und Vorgaben der Politik zugunsten der Elektromobilität gekennzeichnet. Alle Autohersteller leiden unter hohen Verlusten. Zahlreiche kleine und mittlere Zulieferer, die dem investiven Technologie-Wirrwarr und dem beinharten Preiswettbewerb mit chinesischen Anbietern nicht mehr gewachsen sind, gingen in die Insolvenz. Und dem kommenden existenzbedrohenden Preiswettbewerb mit chinesischen Autoherstellern werden weder Autoindustrie noch die wenigen überlebenden Zulieferer gewachsen sein. Für die chinesische Autoindustrie ist Europa der einzige freie Absatzmarkt von Bedeutung, auf dem sie versuchen, ihre ruinösen Überkapazitäten über den Export abzubauen. Allein BYD hat sieben riesige Auto-Transportschiffe im Bau zu jeweils 7.000 Einheiten, die vor allem Europa ansteuern sollen.

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