Die Dauerkrise, die den deutschen Industriestandort in seinen Grundfesten erschüttert, hat viele Ursachen: hohe Energiekosten, eine erdrückende Steuer- und Abgabenlast sowie eine überbordende Bürokratie und Regulierung.
Eine Regelung, die der deutschen Wirtschaft dabei besonders zu schaffen macht, ist das Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Das von der Ampel-Koalition im Jahr 2023 beschlossene Gesetz schreibt vor, den Endenergieverbrauch Deutschlands bis 2030 gegenüber dem Jahr 2008 um mindestens 26,5 Prozent auf 1.867 Terawattstunden zu senken, um so die nationalen Klimaziele zu erreichen. Zum Vergleich: Derzeit liegt der Endenergieverbrauch bei rund 2.100 Terawattstunden pro Jahr.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat nun berechnet, wie gravierend die Folgen ausfallen könnten. Um die festgelegte Obergrenze einzuhalten, müsste die deutsche Wirtschaftsleistung gegenüber 2024 um knapp 9 Prozent sinken. „Bleibt es bei dem starren Ziel, gefährdet das die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und unseren Wohlstand“, warnt DIHK-Präsident Peter Adrian. Der Verband fordert deshalb, die feste Verbrauchsgrenze zu streichen.
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