Wer muss an die Front? Merz und Pistorius werfen eine Münze

vor 9 Monaten

Wer muss an die Front? Merz und Pistorius werfen eine Münze
Bildquelle: Tichys Einblick

Zugegeben. Der Hinweis, dass es sich bei diesem Text nicht um eine Glosse handelt, ist nicht mehr originell. Zu oft haben wir ihn schon augenzwinkernd benutzt. Aber andererseits haben Friedrich Merz (CDU) und Co. diesen Hinweis auch schon oft zwingend notwendig gemacht. Die Politik der schwarz-roten Koalition ist derart absurd, dass der Hinweis wichtig bleibt: Dieser Text ist keine Glosse, der Text behandelt die Politik von CDU, CSU und SPD sachlich – nur ist eben diese Politik absurd wie der Inhalt einer Glosse.

Aktuell dienen rund 180.000 Soldaten in der Bundeswehr. 200.000 Soldaten sollten es eigentlich sein. Um einige weitere zehntausende Mann wollen Merz und sein Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Armee aufrüsten. Doch es fehlt an Freiwilligen. Deswegen wollen Merz und Pistorius die Wehrpflicht wieder aktivieren. Wobei “Wollen” ein problematischer Begriff ist. Denn wollen würde Pistorius das schon, doch dürfen tut der Sozialdemokrat es nicht, weil er auf Parteilinke wie Ralf Stegner, Rolf Mützenich oder SPD-Generalsekretär Matthias Miersch Rücksicht nehmen muss. Die wollen am liebsten gar keine Wehrpflicht.

Der Hinweis, dass es sich in der Darstellung der schwarz-roten Verteidigungspolitik nicht um eine Glosse handelt, war schon mehrfach notwendig. Die bisherige Einigung von CDU, CSU und SPD zum Thema, kein Witz: Alle jungen Menschen erhalten einen Fragebogen zu ihrer Wehrtüchtigkeit. Männer müssen ihn ausgefüllt zurückschicken. Frauen nicht. Transfrauen ebenfalls nicht. Es sei denn, der Kriegsfall bricht aus. Dann sind sie doch Männer und – zumindest auf dem Papier – wehrtüchtig. Keine Glosse. Wie gesagt.

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