Wenn die EU-Spitze selbst an ihrer E-Mobilität-Politik verzweifelt

vor etwa 2 Monaten

Wenn die EU-Spitze selbst an ihrer E-Mobilität-Politik verzweifelt
Bildquelle: Tichys Einblick

Der nervende Ladestopp für mehrere EU-Kommissare aus dem Team Ursula von der Leyen sorgt für immer mehr Proteste innerhalb der Kommission: Gesprächspartner aus insgesamt acht Kabinetten bestätigten nun gegenüber dem Magazin Politico, dass die Fahrt durch den 20- bis 30-minütigen Halt von bereits fünf Stunden auf bis zu sieben Stunden ausgedehnt werde. Manche Kommissare erwägen sogar, die Chauffeure langsamer fahren zu lassen, um Energie zu sparen – doch das funktioniere kaum und mache die Reise noch unangenehmer.

Die Flotte der Kommission umfasst derzeit etwa 128 Fahrzeuge, von denen 80 Prozent elektrisch betrieben sind. Ziel sei es, bis 2027 vollständig auf null Emissionen umzustellen – ein Vorhaben aus dem Jahr 2022, das von Ursula von der Leyen in ihrer ersten Amtszeit vorangetrieben und im Dezember bestätigt wurde. Viele der eingesetzten Modelle, darunter große BMW-Limousinen, eignen sich jedoch nur bedingt für Langstrecken ohne Nachladen.

Das E-Lade-Thema wurde sogar in einer Sitzung des Kollegiums der Kommissare angesprochen: Ein Kommissar beklagte die nervenden Unannehmlichkeiten. Die Antwort: Er solle das mit Haushaltskommissar Piotr Serafin besprechen. Besonders frustrierend ist der Stopp nach langen Plenarsitzungen in Straßburg, also spätabends, wenn die Rückkehr nach Brüssel dann doch etwas flotter gewünscht ist. Züge werden als Alternative abgelehnt mit der vorgeschobenen Begründung, da sensible Telefonate unterwegs geführt werden müssen.

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