Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Diener aus Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Austritt aus der CDU-Fraktion zum Ende der Woche erklärt. Zuerst berichtete der Nordkurier, dem auch ein Austrittsschreiben vorliegt. Darin beklagt Diener die „fehlende klare inhaltliche Linie“ der CDU sowie die Strategie der Brandmauer gegenüber der AfD. Er will nun in den wenigen Monaten bis zum Ende der Legislaturperiode als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag bleiben.
Laut Diener führe der mangelnde Kompass seiner Partei zu Wählerverlusten und Perspektivlosigkeit, gerade im ländlichen Raum. Seine Appelle zur Richtungsänderung hätten in den letzten Monaten nicht gefruchtet. Stattdessen sei seine parlamentarische Arbeit eingeschränkt und behindert worden – die CDU-Fraktion bestreitet dies in wesentlichen Punkten.
Schon im Juli des vergangenen Jahres war Diener bei einem AfD-Sommerfest zu Gast gewesen (Apollo News berichtete). Die Führung der CDU-Fraktion akzeptierte das zähneknirschend – offiziell war Diener dort als Präsident des Kreistags Mecklenburgische Seenplatte und nicht als Landtagsabgeordneter. Im Januar 2026 erklärte Diener dann, einige in der CDU würden ihn „für aufmüpfig halten“, weil er „konservative Werte“ vertrete.
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