Verurteilung wegen „Lügenfritz“: Wie soll man Merz denn bitteschön sonst nennen?

vor etwa 2 Monaten

Verurteilung wegen „Lügenfritz“: Wie soll man Merz denn bitteschön sonst nennen?
Bildquelle: Apollo News

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd – und in Deutschland einen guten Anwalt. Weil ein Facebook-Nutzer den Bundeskanzler als „Lügenfritz“ bezeichnet hat, ist er nun mit einem Strafbefehl konfrontiert.

Dabei muss man sagen: Er hat es wirklich gut mit Merz gemeint. Denn gemessen an all den Bezeichnungen, die man für den Bundeskanzler finden und erfinden kann – „Versager-Fritze“, „Mimimi-Merz“ und das vulgäre „Fotzenfritz“ – ist „Lügenfritz“ noch eine sehr gnädige Variante. Der Un-Ehrentitel trifft auch den Kern der Sache: Merz ist ein unseriöser Aufschneider. Oft genug: ein Lügner.

Das dürfte allein mit seiner 180-Grad-Wende beim Thema Schulden begründbar sein. Mit Absicht mimte Merz im Wahlkampf den großen Schulden-Stopper, während er sich hinter den Kulissen schon auf den Wortbruch vorbereitete. Gemessen daran ist „Lügenfritz“ wirklich noch zurückhaltend formuliert. „Wahrheitsfritz“ hätte man ihn jedenfalls nicht nennen dürfen: Das wäre ja eine falsche Tatsachenbehauptung, und die will die Merz-Regierung laut Koalitionsvertrag ja unter Strafe stellen.

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