In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind AfD-Politiker in die Stichwahl um den Posten des Landrats eingezogen. Im Saalekreis in Sachsen-Anhalt erreichte der AfD-Kandidat Uwe Arendt 43,3 Prozent der Stimmen und landete damit auf dem ersten Platz. Auf dem zweiten Platz folgte der CDU-Kandidat Sven Czekalla mit 36,6 Prozent der Stimmen. Die Linken-Politikerin Kerstin Eisenreich erhielt 13,2 Prozent der Stimmen.
Der AfD-Landesvorsitzende Martin Reichardt spricht angesichts des Wahlergebnisses von einem „politischen Paukenschlag“ und sieht dies als Zeichen dafür, dass seine Partei bei der anstehenden Landtagswahl im September mehr als 43 Prozent holen könnte. Dieses Ergebnis könnte für eine Alleinregierung der AfD reichen, wenn ansonsten nur die CDU und die Linke im Landtag vertreten wären.
Die Polizeiinspektion Halle führt zurzeit ein Disziplinarverfahren gegen Arendt, weil er während seiner Krankschreibung Wahlkampf für die AfD gemacht haben soll. Zuerst bestritt Arendt die Vorwürfe, dann äußerte er sich nicht weiter dazu. Er war von Ende Juli 2025 bis Mitte April 2026 krankgeschrieben. Während dieser Zeit soll er an 15 Sitzungen des Merseburger Stadtrats und des Kreisrats teilgenommen haben. Außerdem soll er in dieser Zeit bei einer Kandidatendebatte aufgetreten sein. Das Landesverwaltungsamt erklärte gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung, dass das Disziplinarverfahren keinen Einfluss auf einen möglichen Wahlerfolg habe.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










