Warum der Nürnberger Fall an die Grooming-Gangs von Rotherham und Rochdale erinnert

vor etwa 2 Monaten

Warum der Nürnberger Fall an die Grooming-Gangs von Rotherham und Rochdale erinnert
Bildquelle: NiUS

Lange blickte Deutschland fassungslos auf die Grooming-Gang-Skandale in Großbritannien. Auf die Berichte über systematischen Missbrauch, behördliches Wegsehen und eine Gesellschaft, die die Wahrheit aus politischer Korrektheit nicht wahrhaben wollte. Nun ist das amtlich, was bereits vielen klar war: Das Problem existiert nicht nur auf der anderen Seite des Ärmelkanals. In Nürnberg offenbart sich erstmals auch in Deutschland eine Struktur, in der junge Mädchen durch migrantische Straftäter gezielt in Abhängigkeit gebracht und sexuell ausgebeutet wurden. Dabei ist klar: Der nun aufgedeckte Fall ist mit Sicherheit nicht der einzige in Deutschland – sondern lediglich der erste, der öffentlich bekannt wurde.

Es ist ein Verbrechen, das Assoziationen an Rotherham, Rochdale oder Telford weckt: Junge, meist minderjährige Mädchen aus prekären Familien- und Wohnverhältnissen sollen im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs gezielt von Syrern, Pakistanern und Nordafrikanern aus der Drogenszene angesprochen, mit Zuneigung und Geschenken umworben und später durch Drogenabhängigkeit sexuell verfügbar gemacht worden sein. Die Polizei ermittelt wegen Betäubungsmittel- und Sexualdelikten, eine eigene Ermittlungskommission mit dem Namen „EKO Kajal“ wurde eingerichtet.

Der Nelson-Mandela-Platz hinter dem Hauptbahnhof ist einer der zentralen Schauplätze des Nürnberger Grooming-Skandals.

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