Studie macht Machtgefälle zwischen Geschlechtern für Fleischkonsum verantwortlich

vor 3 Monaten

Studie macht Machtgefälle zwischen Geschlechtern für Fleischkonsum verantwortlich
Bildquelle: Apollo News

Männer hatten in Europa über viele Epochen hinweg offenbar häufiger Zugang zu tierischem Protein als Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie im Fachjournal PNAS Nexus. Die Autoren sehen darin nicht nur einen Ernährungsunterschied, sondern einen Hinweis auf ein historisches Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.

Für die Untersuchung analysierte ein internationales Team um Rozenn Colleter Isotopen-Daten von 12.281 erwachsenen Individuen aus Europa und dem Mittelmeerraum. Die Daten stammen aus 673 Fundstellen in 40 Ländern und wurden zu 393 chronologischen Fundorten zusammengefasst.

Untersucht wurden Kohlenstoff- und Stickstoffwerte im Knochenkollagen. Hohe Stickstoffwerte gelten in der Archäologie als Hinweis auf einen höheren Anteil tierischer Proteine in der Ernährung – also Fleisch, Fisch oder Milchprodukte. Kohlenstoffwerte geben dagegen Hinweise auf pflanzliche Ernährungsbestandteile, etwa den Konsum von Hirse.

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