CSU-Vorsitzender Markus Söder sieht größere Schwierigkeiten als erwartet, die Umfragewerte der AfD zu verringern. Im Deutschlandfunk erklärte der bayerische Ministerpräsident, man habe darauf gesetzt, „dass die klare Veränderung der Migrationspolitik (…) schon etwas ausmacht“. Dies habe sich jedoch bislang nicht bestätigt: „Scheinbar reicht das nicht aus. Scheinbar ist es verfestigter, als man denkt“, so Söder.
Nach Söders Einschätzung greife die AfD Themen auf, ohne tragfähige Lösungen anzubieten. Stattdessen würden Verantwortlichkeiten anderen zugeschrieben: Die Partei adressiere Probleme, „die sie zwar nicht lösen kann, aber die sie gern anderen in der Verantwortung zuschiebt“, meint der bayerische Ministerpräsident.
Ungeachtet dessen müssten diejenigen Kräfte, die nach Söders Auffassung demokratisch verfasst seien, standhaft bleiben. „Wir müssen da nicht verzagen und ängstlich werden. Wir müssen halt eine klare Haltung haben, müssen gutes Handwerk zeigen und müssen als Demokraten am Ende auch in der Lage sein, demokratische Kompromisse zu finden und die gemeinschaftlich zu vertreten“, sagte er.
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