Proteste gegen US-Bundesbehörden: Erneut tödlicher Schuss bei ICE-Einsatz in Minnesota

vor 6 Monaten

Proteste gegen US-Bundesbehörden: Erneut tödlicher Schuss bei ICE-Einsatz in Minnesota
Bildquelle: Tichys Einblick

Nach Angaben des Polizeichefs von Minneapolis, Brian O’Hara, wurde ein 37-jähriger Mann während eines Einsatzes von ICE-Beamten angeschossen und erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei dem Toten handelt es sich um einen weißen Einwohner der Stadt, der nach ersten Erkenntnissen vermutlich US-Bürger war. Die Eltern des Mannes erklärten, ihr Sohn habe als Intensivkrankenpfleger gearbeitet und sei beruflich im Gesundheitswesen tätig gewesen.

O’Hara betonte in einer Pressekonferenz, dass der Mann ein rechtmäßiger Waffenbesitzer gewesen sei und über eine Genehmigung zum Tragen einer Schusswaffe verfügt habe. Nach Kenntnis der örtlichen Polizei sei er zuvor lediglich wegen geringfügiger Verkehrsdelikte mit den Strafverfolgungsbehörden in Kontakt gekommen. Hinweise auf schwere Straftaten oder eine gewalttätige Vorgeschichte gebe es nicht.

Das US-Heimatschutzministerium erklärte hingegen, der Mann habe zum Zeitpunkt des Einsatzes eine Schusswaffe sowie zwei Magazine bei sich getragen. Laut der Sprecherin des Ministeriums habe sich der Betroffene dem Versuch der Beamten, ihn zu entwaffnen, massiv widersetzt. In der Stellungnahme hieß es weiter, der Mann habe offenbar versucht, „maximalen Schaden anzurichten“, weshalb die Beamten von ihrer Schusswaffe Gebrauch gemacht hätten.

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