Es ist der beklemmende Fall eines verarmten Rentners, der die Debatte über Altersarmut in Deutschland neu anheizt: In Hamburg wurde einem 75-Jährigen, der sein geringes Einkommen aus Rente und Grundsicherung durch das Sammeln von Pfandflaschen aufbessern wollte, zunächst der volle Betrag von der Grundsicherung abgezogen.
Unglaublich: Der Rentner selbst hatte seine Verdienste beim Pfandsammeln brav an das zuständige Sozialamt gemeldet – und wurde prompt dafür bestraft. Nachdem er Einnahmen von 58,25 Euro aus dem Pfandsammeln ordnungsgemäß angegeben hatte, wurde ihm dieser Betrag zunächst vollständig auf seine Grundsicherung angerechnet. Die Behörde wertete das Pfandgeld als Einkommen und kürzte die Leistungen entsprechend.
Der Vorgang sorgte für öffentliche Kritik, Sozialverbände und Kommunalpolitiker bezeichneten die Praxis als unangemessen, da sie Menschen treffe, die trotz staatlicher Unterstützung aktiv versuchten, ihre finanzielle Lage zu verbessern. Der Fall wurde daraufhin erneut geprüft.
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