„Nicht jeder, der sich zur Mitte erklärt, ist es auch“, sagt Christian Stecker im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“. Der Politikprofessor von der Technischen Universität Darmstadt glaubt nicht, dass man die Mitte noch bei Union und SPD festmachen kann, wie es jahrzehntelang üblich war. In einem pluralen Parteiensystem müsse man der Mitte die Chance geben, sich zu zeigen.
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„Wir hatten früher mal eine viel einfachere Konfliktstruktur. Und wenige Parteien, Union und SPD, konnten dutzende Konflikte irgendwie gleich richten und repräsentieren. Das ist verloren gegangen und deswegen wohnt die Mitte in unterschiedlichen Themen, in unterschiedlichen Wählerinnen und Wählern und in unterschiedlichen Parteien“, sagt Prof. Dr. Stecker (46) im Gespräch mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler. Der Experte wirbt deshalb für einen neuen Umgang – auch inhaltlich. Denn auch dort wohne die Mitte in jedem Thema jeweils woanders. Sie müsse ohne Koalitionen und Kompromisse die Chance bekommen, sich zu zeigen.
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