Seit der Bundestagswahl sind AfD-Politiker in den Talkshows des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stark unterrepräsentiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Auswertung des „ÖRR-Blogs“. Demnach waren in dem Zeitraum nach der Bundestagswahl am 23. Februar insgesamt 251 Politiker in den großen Abend-Talkshows von ARD und ZDF zu Gast. Darunter befindet sich nur ein einziger Politiker der AfD, und das, obwohl die Partei aus der Bundestagswahl als zweitstärkste Kraft hervorgegangen ist – eine massive Unterrepräsentation.
Zum Vergleich: Die CDU, die zwar Teil der Regierungskoalition ist, bei der Bundestagswahl aber nur weniger als 2 Prozent mehr Stimmen als die AfD erhalten hat, war 106 Mal bei Illner, Lanz, Hart aber fair, Maischberger oder Miosga zu Gast. Auf Platz zwei und drei hinter der CDU folgen SPD und Grüne mit 76 respektive 43 Talkshowauftritten. Auf dem vorletzten Platz vor der AfD rangiert die Linke, deren Politiker immerhin 25 Mal bei Illner, Lanz und Co zu Gast waren.
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