Das von vielen Massenmedien massiv mitgestaltete „Bedrohungsszenario“ für Deutschland sorgt für eine Mehrheit zur Rückkehr der Wehrpflicht: Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern spricht sich erstmals seit Jahren wieder eine Mehrheit der Deutschen für eine Wiedereinführung des Pflichtdienstes aus. 54 Prozent der Befragten befürworten demnach die Rückkehr zur Wehrpflicht, während 41 Prozent dagegen sind. Fünf Prozent gaben an, keine Meinung zu haben.
Besonders stark ist die Zustimmung unter Anhängern der Union: 74 Prozent der CDU- und CSU-Wähler wünschen sich die Rückkehr eines verpflichtenden Dienstes. Auch in den Reihen der SPD gibt es deutliche Unterstützung: 58 Prozent der sozialdemokratischen Wähler sprechen sich dafür aus. Ganz anders sieht es bei den Anhängern der Linkspartei aus: Dort lehnen 80 Prozent eine Wiedereinführung klar ab. Die AfD-Wähler und ihre Meinung werden vom Stern nicht genannt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) treibt das Thema mit Nachdruck voran. Sein neues Wehrdienstgesetz soll die Bundeswehr personell stabilisieren und jährlich zehntausende neue Freiwillige gewinnen. Derzeit zählt die Truppe 181.000 aktive Soldatinnen und Soldaten – deutlich weniger als das Ziel von 203.000, das die Bundeswehr in den kommenden Jahren erreichen will.
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