„Lumumba“ soll wegen Rassismus umbenannt werden

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„Lumumba“ soll wegen Rassismus umbenannt werden
Bildquelle: Apollo News

In Frankfurt am Main soll auf dem dortigen Weihnachtsmarkt das Heißgetränk „Lumumba“ nicht mehr so genannt werden. Die Tourismus- und Congress-Gesellschaft (TCF) hat die Umbenennung empfohlen, „da es bei der Herleitung des Begriffes eine Variante gibt, die rassistische Stereotype bedienen kann“, wie der TCF auf Nachfrage der FAZ mitteilt. Stattdessen solle das Getränk zum Beispiel als „Heiße Schokolade mit Schuss“ oder „Heißer Kakao mit Rum“ bezeichnet werden.

Die Empfehlung wurde erst letzte Woche herausgegeben, sodass es laut TCF einige Zeit dauern wird, bis die Schausteller die Umbenennung tatsächlich vollziehen. „Wir haben uns zunächst für eine Empfehlung entschieden, weil wir überzeugt sind, dass diese Wirkung zeigt“, so die TCF. Der Name des Getränks bezieht sich wahrscheinlich auf den kongolesischen Freiheitskämpfer Patrice Lumumba, dessen Bewegung 1960 erreichte, dass der Kongo von Belgien unabhängig wurde. Er wurde der erste Premierminister des Kongo und fiel einige Monate später einem gezielten Attentat zum Opfer.

Thomas Roie, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Frankfurt Rhein-Main, sagt laut FAZ, die Schausteller trügen „die Entscheidung jetzt so mit, lächeln aber auch ein wenig darüber.“ In den vergangenen fünfzig Jahren habe niemand diese Bezeichnung als diskriminierend verstanden. Mit der Umbenennung gerate auch ein Freiheitskämpfer in Vergessenheit. „Zumindest diejenigen, die den Hintergrund kennen, haben die Ehrung von Patrice Lumumba auch immer ein bisschen mit verkauft.“

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