Knappe Gas-Speicherstände – und wie wir über den Winter kommen

vor 9 Monaten

Knappe Gas-Speicherstände – und wie wir über den Winter kommen
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Nächte werden länger, die Temperaturen sinken. Es wird Zeit, das Spinnrad aufzustellen und das Schnitzmesser vorzuholen. Oder sich andere stromfreie Beschäftigungen zu suchen. Das hilft dem Klima und der Regierung mit Kurs auf eine Versorgungslücke.

Es begab sich vor nicht allzu langer Zeit – die Älteren werden sich erinnern –, dass einem eine Postkarte ins Haus flatterte, mit der der Energieversorger einen Ableser zu einem bestimmten Termin ankündigte. Dieser führte eine Taschenlampe und eine Kladde mit und notierte säuberlich die Zahlen auf dem Strom- und vielleicht auch Gas- oder Wärmezähler. Aus Kostengründen machen das die Kunden heute selbst oder über die Datenschnittstelle erfolgt die Fernauslesung.

Bis heute gibt es aber spezialisierte Ableser, die sogenannten Nach- und Sperrkassierer. Die besuchen dann jene Kunden, die trotz Mahnung nicht bezahlten, und eröffnen die Optionen Nachzahlen oder Abschalten, nach meiner Kenntnis sofort, also unverzüglich.

Auch Gasspeicherstände sind gewissermaßen Zählerstände. Hier gibt es Zielvorgaben für die deutschen Speicher, nämlich 70 Prozent zum 1. Oktober (76 Prozent – geschafft!) und 80 Prozent zum 1. November. Da sind es aber nur noch rund 75 Prozent.

Gäbe es auch hier einen Nach- und Sperrkassierer, hätte der wohl ab dem 1. November eine weitere Entnahme gesperrt, bis nachgefüllt wurde.

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