Griechenland prüft den Einstieg in die Kernenergie. Der konservative Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte beim Nuclear Energy Summit in Paris die Einrichtung einer Ministerialkommission an, die untersuchen soll, ob Kernkraft und insbesondere kleine modulare Reaktoren künftig Teil des griechischen Energiesystems werden können. Trotz des Ausbaus von Wind- und Solarenergie müsse Griechenland auch über Technologien nachdenken, die unabhängig von Wetterbedingungen Strom erzeugen können. Noch 2021 hatte Mitsotakis gegenüber dem Handelsblatt verkündet: „Griechenland hat keine Kernkraftwerke, und wir werden auch niemals welche haben.“
Die Kommission soll nun bewerten, welche technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen für einen möglichen Einsatz geschaffen werden müssten. Nach Angaben der US-Handelsbehörde wird eine erste Machbarkeitsstudie für 2026 oder 2027 erwartet. Geprüft wird ein möglicher Einsatz nach 2030.
Griechenland verfügt bislang über keine kommerziellen Atomkraftwerke. Die Stromversorgung des Landes basiert vor allem auf erneuerbaren Energien und Erdgas. Gleichzeitig verfolgt die Regierung das Ziel, die Braunkohleverstromung bis 2028 zu beenden. Vor diesem Hintergrund sucht Athen nach Möglichkeiten, die Stromversorgung langfristig abzusichern.
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