Die Organisation CLAIM stellte am Mittwochmorgen ihren Lagebericht zu sogenanntem „antimuslimischem Rassismus“ vor. CLAIM ist auch Mitveranstalter der „Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus“, die zurzeit bundesweit in Deutschland laufen und vom Familienministerium gefördert werden (Apollo News berichtete). Die Co-Geschäftsführerin Rima Hanano sagte auf der Bundespressekonferenz, dass das Lagebild in eine Zeit falle, in der „antimuslimischer Rassismus“ zunehmend geleugnet werde. Auch die Organisation werde zunehmend angegriffen. Islamfeindlichkeit komme „aus der Mitte der Gesellschaft“.
„Muslimische Menschen kommen in der öffentlichen Debatte oft als Täter vor, als Integrationsproblem, als Sicherheitsrisiko, nicht als Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit beschimpft werden, nicht als Kinder, die in der Schule ausgegrenzt werden“, so die Geschäftsführerin. Wer die Arbeit angreife, greife die Sichtbarkeit dieser Menschen an. „Wir tun diese Arbeit, weil die Demokratie es verlangt, nicht, weil es bequem ist“, sagte Hanano.
2025 dokumentierte die Organisation 4.096 antimuslimische Vorfälle in ganz Deutschland. Laut dem vierten Lagebild habe sich die Situation für Muslime und für Menschen, die für Muslime gehalten werden, nicht verbessert. Die Organisation erreiche immer mehr Menschen, die sich bei ihr melden, sodass sich Tendenzen immer besser erfassen ließen. „Wir sprechen hier nicht über Einzelfälle.“
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