Die weltweite Diesel- und Benzinknappheit dauert an, ebenso die hohen Preise an den Zapfsäulen. Sie setzen bestimmte Berufsgruppen immer stärker unter Druck. Und dieser wirtschaftliche Druck setzt sich gerade – mit einem Land nach dem anderen – in politischen Druck um. Das lässt sich zunächst im Westen Europas beobachten, wo die Kalkulationen nicht unbedingt enger sind. Es geht wohl auch um Organisationspotential. Denn die Bezahlbarkeit bzw. das sich Leisten können ist in vielen Ländern schlechter als in Irland und Großbritannien.
Wo der Protest einmal eingezogen ist, da helfen auch die Trostpflaster nicht, die eilig von einer Regierung nach der anderen aus der Tasche gezogen werden. In Irland ist es eine zeitweilige Senkung der zu allen Zeiten irrsinnigen Klima-Steuern auf CO2, in Frankreich großzügig gewährte Kredite, anderswo Preisdeckel. Die Krönung des Erfindungsreichtums einer christ- und sozialdemokratischen Regierung dürfte es sein, wenn man die ohnehin gebeutelten Unternehmer des Landes zur Hilfszahlung an ihre Beschäftigten verdonnert. Da fehlt buchstäblich jede Einsicht in den Balken im eigenen Auge, wo eine Regierung solcher Art „Solidarität“ einfordert.
Die rauhe Lage im europäischen Wirtschaftsleben geht also weiter. Sie könnte sich sogar noch verschärfen. Denn jetzt beginnt die eigentlich tankerlose Zeit an den europäischen Terminals.
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