Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack, warnt vor steigender Gewaltbereitschaft gegenüber Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Im Interview mit der Welt erklärte sie, die Entwicklung habe inzwischen ein Ausmaß erreicht, das nicht nur die betroffenen Mitarbeiter belaste, sondern auch die „Funktionsfähigkeit“ des Staates gefährde.
Laut Hannack deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass die Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes weiter zunimmt. Zwar sei die Evidenz insgesamt unzureichend, weil viele Übergriffe nicht systematisch erfasst würden. Eigene Erhebungen des DGB zeichneten jedoch ein deutliches Bild: 43 Prozent der Befragten berichteten von Gewalterfahrungen. 58 Prozent seien beleidigt worden, 25 Prozent hätten Bedrohungen mit körperlicher Gewalt erlebt.
Zwölf Prozent gaben an, sogar mit einer Waffe bedroht oder angegriffen worden zu sein; ähnlich viele seien geschlagen oder getreten worden. Hinzu komme eine zunehmende digitale Gewalt. Auch die Polizeiliche Kriminalstatistik und der Sicherheitsreport der Deutschen Bahn stützten diese Entwicklung, die inzwischen „nicht nur ein individuelles Problem“ sei, sondern „am Ende auch die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes“ gefährde.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










