Felix Klein warnt: Antisemitismus von Muslimen aus „Hemmung“ verschwiegen, Lebensqualität von Juden sinkt

vor 24 Tagen

Felix Klein warnt: Antisemitismus von Muslimen aus „Hemmung“ verschwiegen, Lebensqualität von Juden sinkt
Bildquelle: Apollo News

Zum Ende seiner Amtszeit beklagt der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antisemitismus, Felix Klein, eine Zunahme des Antisemitismus. Klein kritisiert insbesondere eine toxische Mischung aus linkem und islamischem Judenhass, die sich in Deutschland breitmache. „Dass die Lebensqualität für jüdische Menschen im Vergleich zu vor acht Jahren abgenommen hat, betrübt mich“, beklagte Klein im Rückblick auf seine Amtszeit gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Bundesbeauftragte beklagte speziell den israelbezogenen Antisemitismus, der sich in Deutschland mannigfaltig niederschlage. Juden würden ihre Identität aus Furcht nicht offen zeigen, schilderte Klein. Jüdische Familien überlegten auch, ihren neugeborenen Kindern keine hebräischen Namen mehr zu geben, um sie zu schützen: „Das ist besorgniserregend“, so der Bundesbeauftragte. Der Grund für dieses Unsicherheitsgefühl sei, dass Juden vielfach kollektiv für die Politik der israelischen Regierung haftbar gemacht würden.

Der muslimische Antisemitismus sei insbesondere vor dem siebten Oktober 2023 zu lange ignoriert worden, erklärte Klein. „Es gab insbesondere von politisch linker Seite eine Hemmung, Antisemitismus von muslimischer Seite anzusprechen, weil man sich nicht der Kritik aussetzen wollte, muslimfeindlich oder rassistisch zu sein“. Gerade der islamistische Antisemitismus sei „hochgefährlich“. „Darüber müssen wir sprechen, auch mit Moscheegemeinden“, sagte Klein.

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