16 Meter lang und über einen halben Meter hoch steht es in großen Bronzelettern über dem Hauptportal an der Westfassade des Berliner Reichstages: „Dem Deutschen Volke“. Die aus eingeschmolzenen Kanonen gefertigte Inschrift stammt noch aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) scheint mit ihr nichts anfangen zu können. Ihr sogenanntes „Fahnen-Gate“ sorgt weiter für Empörung.
Hintergrund: AfD-Politiker hatten Anfang der Woche bei einer „Merz muss weg“-Demo am Brandenburger Tor demonstrativ Deutschlandfahnen auf einem Balkon der Bundestagsgebäude geschwenkt. Was folgte, war ein Polizeieinsatz in den Büros der überraschten AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch und Stefan Keuter. Die Parlamentarier wurden darüber belehrt, dass Fahnen bzw. deren Schwenken einen Verstoß gegen die Hausordnung darstellen würden.
Nach dem Polizeieinsatz stellte das Büro der Parlamentspräsidentin noch einmal ausdrücklich klar: Die Deutschlandfahne sei an den Fassaden aller zum Bundestag gehörenden Bauten nicht gestattet. Auch das kurzzeitige Schwenken zum Begrüßen einer vorbeiziehenden Demo sei nicht gestattet.
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