Eine Petition auf der Campact-Plattform „We act“ fordert, Hape Kerkeling zum Bundespräsidenten zu nominieren und zu wählen. Dafür wurden bereits fast 25.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt. Der Aufruf spricht von einem „Zeichen für eine starke Demokratie“. Zur Begründung wird Kerkelings Rede in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald im April dieses Jahres angeführt, wo sein Großvater drei Jahre lang „für die Freiheit gelitten“ habe. Es handele sich daher nicht um einen „Spaßkandidaten“.
Die Initiatoren üben in ihrem Petitionstext scharfe Kritik an der bestehenden Parteiendemokratie. „An der Spitze“ brauche die Bundesrepublik „keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“. Deshalb wollen sie auf Kerkeling setzen, der nicht Mitglied einer Partei ist.
Der Aufruf weist ausdrücklich darauf hin, dass Kerkeling selbst nicht gefragt worden sei, ob er für eine Kandidatur zur Verfügung stünde. Politische Ambitionen hat der Komiker jedoch immer wieder deutlich gemacht. So forderte er im Oktober 2025 ein Verbot der AfD: „Ein giftiges Gericht“ gehöre „nicht auf die demokratische Speisekarte“. Kerkeling bekundete, eine „tiefe Verantwortung“ zu spüren – „diesem Land und unserer Verfassung gegenüber“ (Apollo News berichtete).
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