Unzufriedenheit mit Friedrich Merz und kaum Hoffnung, dass Reformen etwas verbessern werden: Die Deutschen blicken pessimistisch in die Zukunft. Das zeigt das neue ZDF-Politbarometer, dessen Zahlen am Freitag veröffentlicht wurden. Der Anteil derer, die glauben, dass die Regierung es schafft, ihr Reformpaket zur Rente bis zur Sommerpause vorzulegen, ist von 31 auf 24 Prozent gesunken. Ein Großteil ist der Ansicht, dass CDU, CSU und SPD gleichermaßen Schuld an der Situation sind. 14 Prozent sehen vor allem die SPD in der Schuld, ein geringerer Teil die Unionsparteien.
87 Prozent halten große Reformen, die auch zu Belastungen führen können, für wichtig. 78 Prozent sehen jedoch keine Bereitschaft in der Bevölkerung, Einschnitte in Kauf zu nehmen. Auf die Frage, ob sie persönliche Belastungen für die Rentenreform in Kauf nehmen würden, gab knapp die Hälfte an, „nicht so große“ Einschränkungen in Kauf nehmen zu wollen. 23 Prozent wollen keinerlei Einschränkungen, und 24 Prozent wären bereit, „große“ Einschränkungen auf sich zu nehmen.
74 Prozent sind der Meinung, dass die Bundesregierung durch die anstehenden Reformen nichts zur Lösung der Probleme im Land beitragen wird. Am ehesten glauben noch Anhänger der Unionsparteien daran, dass die Reformen etwas Gutes bewirken können: 51 Prozent sind dieser Ansicht. Bei SPD-Anhängern sind es nur 38 Prozent.
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