Die US-Regierung treibt derzeit eine umfassende Neuordnung ihrer Abschiebepolitik voran. Neben bestehenden Rückführungsabkommen wird nun auch mit Staaten in Ostafrika verhandelt. Ziel ist es, Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus oder mit ungeklärter Herkunft konsequent außer Landes zu bringen, so berichtet die taz.
Bereits im März landet ein Flug mit 238 aus den USA abgeschobenen Personen in El Salvador – darunter auch Menschen, die gar nicht aus dem Land stammen. Damit machte die US-Administration deutlich, dass es hauptsächlich darum geht, illegale Migranten außer Landes zu bringen, ob das Zielland dabei stimmt, ist zweitrangig.
Im April erfolgt ein weiterer Abschiebeflug der USA, dieses Mal in den Südsudan. An Bord ist ein Mann, der sich in den USA als Kongolese „Makula Kintu“ ausgegeben hatte. Bei der Ankunft in Juba zeigt er plötzlich einen südsudanesischen Pass. Nach Prüfung schicken die südsudanesischen Behörden ihn zurück und erklären, er sei schließlich Kongolese.
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