Politik und Wirtschaft innerhalb der Europäischen Union wachsen immer enger zusammen. Kritiker sind der Meinung, dass zunehmend ein Verhältnis entsteht, in dem finanzielle Interessen bei der Gesetzgebung mitbestimmen.
Wie weit dieser Prozess in den letzten Jahren fortgeschritten ist, zeigt eine Analyse, die von den Organisationen LobbyControl und Corporate Europe Observatory durchgeführt und am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach gaben die 173 EU-Unternehmen und Wirtschaftsverbände mit einem jährlichen Lobbybudget von jeweils mindestens einer Million Euro zusammen zuletzt 381,75 Millionen Euro jährlich aus, um EU-Institutionen zu beeinflussen. Das sind 50 Prozent mehr als im Jahr 2020.
Allein seit 2024 sei die Summe um 27 Millionen Euro beziehungsweise um sieben Prozent gestiegen. Auch die Zahl der registrierten Branchenorganisationen mit entsprechendem Ausgabenniveau – über einer Million Euro – ist zwischen 2020 und 2025 stark gestiegen, um fast 30 Prozent.
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