Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech beendet seine Impfstoffproduktion in Deutschland. Das gab das Unternehmen am Dienstag in einer Quartalsmitteilung mit. Die Standorte in Marburg, Idar-Oberstein und Tübingen sollen bis Ende 2027 geschlossen oder verkauft werden. Damit zieht der Konzern Konsequenzen aus der stark gesunkenen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen und aus Überkapazitäten in seinem Produktionsnetz.
Insgesamt könnten durch die Neuordnung bis zu rund 1.860 Stellen betroffen sein. Biontech begründet den Schritt mit einer zu geringen Auslastung in der Produktion. Auch der Betrieb im Werk Singapur soll bereits im ersten Quartal 2027 auslaufen. Die Herstellung des Covid-19-Impfstoffs soll künftig an den US-Partner Pfizer übergehen.
Besonders symbolträchtig ist die geplante Schließung in Marburg. Der Standort spielte während der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle beim schnellen Ausbau der Impfstoffproduktion. Auch Idar-Oberstein gehörte zum Produktionsnetz des Unternehmens. In Tübingen sind Werke betroffen, die mit der Übernahme von Curevac zu Biontech gekommen sind.
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