Die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) hat ihren Vermarkter aufgefordert, die Werbekampagne von NIUS „mit sofortiger Wirkung" zu beenden. Es gibt große Empörung, aber auch Jubel über die Verkündung des Staatskonzerns. Besonders die Grüne Partei betrachtet die Entscheidung der BVG als „Sieg" für ihr Milieu und offenbart damit das wahre Ziel der Kritik an der NIUS-Werbung – nämlich die Kontrolle über das, was gesagt werden darf und was nicht. Doch für diese autoritäre Haltung gibt es eine Welle der Kritik, sogar von Grünen.
„Endlich! Die Nius Kampagne in der BVG wurde gekündigt! Das ist ein klarer Sieg der Zivilgesellschaft! Jetzt müssen die Werberechte noch so angepasst werden, das menschen- und demokratiefeindliche Inhalte oder Organisationen von Anfang an ausgeschlossen werden können", schreibt Antje Kapek, die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, bei X.
Es sind mehrere Stichworte, die aufhorchen lassen und den Kern der Botschaft zur Schau stellen: Kapek nennt es „Sieg der Zivilgesellschaft", wenn freien und grundgesetzlich geschützten Medien verwehrt wird, Werbung zu schalten – zudem noch Werbung, die von einem Unternehmen beendet wird, das zu 100 Prozent in staatlichem Besitz ist und dessen Einnahmen zu mehr als der Hälfte vom Steuerzahler finanziert werden. Gleichbehandlung? Antidiskriminierung? Plötzlich egal, die Ausgrenzung trifft ja „die Richtigen“.
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