Nach „Public Value“-Konzept: Plan sieht vor, dass KI-Apps „verstärkt“ staatlich ausgewählte „verlässliche“ Quellen nutzen

vor 13 Tagen

Nach „Public Value“-Konzept: Plan sieht vor, dass KI-Apps „verstärkt“ staatlich ausgewählte „verlässliche“ Quellen nutzen
Bildquelle: Apollo News

Unter dem Konzept „Public Value“ (öffentlicher Wert) will die Rundfunkkommission der Bundesländer die Ausspielung „verlässlicher“ Inhalte im Internet fördern. Dazu werden mehrere Herangehensweisen vereint. Zum einen sollen Inhalte „verlässlicher“ Medien in den sozialen Netzwerken leichter auffindbar sein. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien hat schon skizziert, wie das funktionieren könnte. Dem Vorschlag kommt besonderes Gewicht zu, weil der Präsident der bayerischen Anstalt auch Vorsitzender der Direktorenkonferenz aller Landesmedienanstalten ist. In einem internen Papier, das Apollo News vorliegt, steht, dass eine „gesetzliche Quote“ zur Ausspielung zielführend sein könnte (mehr dazu hier). Doch auch KI-Systeme sollen zunehmend solche „verlässlichen“ Inhalte als Quellen für ihre Antworten verwenden.

Dieser Umstand fand bisher weniger Beachtung. Die Rundfunkkommission arbeitet derzeit an einem neuen „Digitalen Medienstaatsvertrag“. Dieser soll die gesetzliche Grundlage der Landesmedienanstalten gerade im Hinblick auf Künstliche Intelligenz und das „Public Value“-Konzept neu regeln. In einem Eckpunktepapier von 2025 heißt es dazu: „Zusätzlich könnten Anbieter von verlässlichen Inhalten diese Inhalte labeln, um diese auch verstärkt als Quellen von KI-Anwendungen nutzbar zu machen.“

Doch nicht nur die Landesregierungen wollen bestimmte Artikel und Videos als Quellen für KI-Antworten forcieren. Die ARD hat sich in einem Strategiepapier, das im Frühjahr veröffentlicht wurde, ein ähnliches Ziel gesteckt. Demnach will die ARD Deutschlands zentraler Anbieter „von vertrauenswürdigen, maschinenlesbaren publizistischen Inhalten für KI-Anwendungen“ werden.

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