Nach dem Vorwurf einer rassistischen Handgeste beim WM-Spiel zwischen Deutschland und Curaçao hat die FIFA den australischen Schiedsrichter Shaun Evans entlastet. Die Disziplinarkommission des Weltverbands stellte nach Prüfung des Falls keinen Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarkodex fest. Evans war am Sonntag als unterstützender Video-Assistent im Einsatz und kurz vor dem Anpfiff in einer Fernsehaufnahme aus der WM-Videozentrale zu sehen.
In der Sequenz ist zu sehen, wie Evans mit der rechten Hand ein Zeichen formt. Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, die drei übrigen Finger sind ausgestreckt. Die Hand hält er während der Geste vor sein rechtes Bein. Das Anti-Rassismus-Netzwerk Fare forderte anschließend, Evans bei der Weltmeisterschaft nicht weiter einzusetzen.
Fare erklärte, die verwendete Handhaltung ähnele klar einem umgedrehten OK-Zeichen, das in globalen rechtsextremen Kreisen als White-Power-Symbol genutzt werde. Eine derart eindeutige Bewertung ist allerdings umstritten, da die Geste im Alltag weit verbreitet ist und in der Regel lediglich Zustimmung oder „alles in Ordnung“ ausdrücken soll. Hinzu kommt, dass die Geste auch aus einem Scherzspiel bekannt ist, das im Deutschen unter anderem als „Reingeschaut-Spiel“ bezeichnet wird.
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