Allianz ist Europas größter Versicherungskonzern. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen (156.000 Mitarbeiter in 70 Ländern) knapp 187 Milliarden Euro. Oliver Bäte leitet die Allianz seit 2015. Im Interview mit dem Handelsblatt verlangt er von Führungskräften mehr Eigenverantwortung und sagt, warum er den Kündigungsschutz in seiner jetzigen Form für überholt hält.
NIUS dokumentiert wichtige Aussagen.
„Wir konnten uns in den vergangenen Jahren viele Dinge leisten, weil unsere Unternehmen das finanzieren konnten und unsere Produktivität höher war als anderswo. Aber die Party ist zu Ende. Außerdem bremst strenger Kündigungsschutz auch die Transformation. Ökonomen haben das mehrfach gezeigt: Volkswirtschaften mit strengerem Kündigungsschutz tendieren dazu, in traditionellen Industrien zu investieren und wenig Neues zu wagen. Wer mehr verdient als der Bundeskanzler – also im hohen sechsstelligen Bereich – braucht keinen klassischen Kündigungsschutz. Und es ist absurd, dass Spitzenverdiener per Gesetz gezwungen werden, ihre Arbeitszeit zu erfassen. Das sollte die Bundesregierung ebenfalls abräumen. Wir brauchen eine ehrliche Debatte darüber, für welche Jobs sie angemessen ist.“
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