Erfurt steht vor einem Ausnahme-Wochenende. Der zentrale Faktor ist der AfD-Bundesparteitag in der Messe. Am 4. und 5. Juli will die größte Oppositionspartei dort zusammenkommen. Linke Gruppen wollen genau das verhindern. Gleichzeitig finden in der Stadt zwei ausverkaufte Großkonzerte statt. Dazu kommen weitere Veranstaltungen.
Die Stadt spricht von einem „herausfordernden Wochenende“. Vom 3. bis 5. Juli finden mehrere Großereignisse parallel statt. Oberbürgermeister Andreas Horn nennt die Lage „in Form und Dimension außergewöhnlich“. Das gemeinsame Ziel von Stadt und Polizei sei es, das öffentliche Leben aufrechtzuerhalten sowie „Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und Ordnung“ zu gewährleisten. „Erfurt steht für ein friedliches, sicheres und respektvolles Miteinander. Protest ist legitim, Gewalt ist es nicht“, sagt der CDU-Politiker.
Im Mittelpunkt steht der AfD-Bundesparteitag. Die Stadt rechnet mit bis zu 1.200 Teilnehmern in der Messe. Parallel sind zahlreiche Gegenversammlungen angemeldet. Ende Juni waren bereits 33 Versammlungen mit knapp 24.000 Teilnehmern angezeigt. Insgesamt wird mit mehreren Zehntausend Demonstranten gerechnet.
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